LOVE is just a „click“ away! Or is it just Sex?…

9bf3464ecf934caa1a8b5b1bf36a07a4Servus zusammen!

Es ist Freitag Abend. Gegen etwas Gesellschaft ist nach der Arbeit also nichts einzuwenden, also sitze ich wenig später am Tresen einer angemessenen Bar im lockeren Gespräch. Bis sich ein Typ neben mich setzt und mich mit einem fragenden Wort echt zum nachdenken bringt:

„Sex?“

Zum Glück habe ich grade nicht von meiner Scheurebe getrunken, sonst hätte ich mich 100%ig verschluckt.

Wow!

Mal kurz die Situation rekapitulieren:

Sex ist eine verdammt gute Sache. Das gehört zum Mensch sein dazu und selbst der konservative Republikaner hat ihn, so Gott will 😉 Aber so eine Ansage lässt mich irgendwie nicht kalt…

Der Typ rutscht etwas unruhig auf seinem Barhocker rum und schaut mich erwartungsvoll an.

Unsere Gesellschaft wird ja nahezu bombadiert mit Sex. Und nicht nur Apps wie Tinder und co. bieten Sex quasi als Ware an (machen wir uns nichts vor!). Ich bin ein großer Verfechter von direkten, ehrlichen Konversationen. Aber bitte…Nicht Kleider sondern Aussagen machen Leute. Stay Classy!

Versteh mich nicht falsch, fremder Typ. Ich glaube dir, dass du dieses Bedürfnis hast und das diese Frage aus dem reinen Bedürfnis heraus entsteht. Daran ist nichts verkehrt! Jeder hat irgendwie dieses Bedürfnis (es sei denn zu bist A-sexuell, dann bestimmt nicht), ich schließe mich da nicht aus.

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Aber in einer Gesellschaft in der Sex durch die permanente Bombadierung, im Vergleich zu ein paar Generationen vor uns, wirklich zum leicht erreichten Erlebnis wird, ist eine so plumpe Verpackung ein noch gravierenderer Abtourner.

Und diese Frage macht mich nicht nachdenklich, was ich darauf antworten soll, sondern macht mich nachdenklich wegen Menschen wie dir!

Nicht mich reduzierst du auf etwas, denn ich treffe meine Entscheidung für meine Handlungen ja selbst, sondern DICH reduzierst du auf die Antwort, die ich dir geben werde!

Hab ein bisschen mehr Respekt vor deiner Sexualität, Junge!

Vielleicht ist es klischeemäßig zu behaupten, dass Humor der Weg ist eine Frau auf sich aufmerksam zu machen. Wir kennen doch alle die Zeitschriftenfragebögen oder Passantenumfragen (ihr müsst es gar nicht leugnen!), die sowas behaupten: „Also er muss mich zum lachen bringen!“ (bla bla)… Aber mal ehrlich, da wäre noch die Einstiegsfrage:

„Würdest du für 1 Millionen Euro mit Donald Trump schlafen?“

die bessere Anmache, bzw. Frage um ein Gespräch zu starten. (Übrigens DER Running Gag unter den Partyfragen/Icebreakern 😉 )

Ich trinke meine Scheurebe aus und lächle den Typen an:

„Nein, danke.“

🙂

Ich verabschiede mich von meinen Freunden (ist nämlich schon später) und laufe aus der Bar. Zurück lasse ich einen wahlweise verdutzten und/oder frustrierten Mann an der Bar stehen.

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In einer Gesellschaft in der du mit einem „Swipe“ zu einer Option werden kannst, nehme ich mir die Option keine Option zu sein/zu werden, da ich Priorität vorziehe.

Was ist schon Quantität, wenn man Qualität haben kann?

In genau dieser Gesellschaft in der sich Menschen darüber beschweren, wie „egoistisch“ doch andere Menschen sind, weil sie von Partner zu Partner springen, weil es „easy“ geworden ist (durch die sozialen Medien und co.) und doch jeder eigentlich schnell durch jemand anderen ersetzt werden kann, wenn es schwierig wird. Aber fassen wir uns doch an die eigene Nase, ob wir nicht selbst zu diesen Menschen gehören!? Weil wenn du willst, dass sich was ändert und dich Menschen anders behandeln, dann fang bei dir an! Sonst bleibt es so. Punkt.

Aber zurück zu Mr. X: Bestimmt wird mit einem „Trail and Error“-Verfahren irgendwann jemand/ irgendeine anbeißen. Schließlich gibt es Nichts das es nicht gibt und nur weil ich nicht auf solche Anmachen stehe, heißt das nicht das jemand anders, es nicht total mutig und genial findet genau so angebaggert zu werden. Gibt ja alle möglichen Arten von Fetisch (Lack/Leder, Sprühsahne, Baseball Caps…). Ich diskriminiere da nicht. Leben und leben lassen. Aber im Nachhinein amüsiert es mich ein bisschen und gibt mir mal wieder einen kurzen Realitätscheck und signalisiert mir haargenau, was ich nicht will. Gutes Gefühl!

Helen

 

 

 

 

 

 

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