Kofferbar Teil 4

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Servus zusammen!

Letzter Teil der Kofferbar! Dieses DIY… wird wahrscheinlich unter meinen Lieblings-DIY´s bleiben. Ich meine…c´mon… wie kann man sowas nicht cool finden?

Heute schreibe ich zu guter Letzt etwas über die Regale bzw. Auskleidung/Stabilisierung der Kofferbar, sowie die Kupferrohre die ich verarbeitet habe.

Auf der linken Seite sind 3 Regalböden und auf der rechten Seite 2 Regalböden, darunter die Halterung für die 4 Weingläser.

Da der Koffer unterschiedlich tief ist, auf den jeweiligen Seiten, konnte ich nicht einfach die Regalböden wie eine Schablone benutzen. Jedes Regalbrett hat eine eigene Größe und Form. Alter Koffer und Handarbeit, so ist das eben 🙂

Alle Holzteile wurden mit einer Bio-Natur-Lasur auf Ölbasis behandelt. Das zieht gut ins Holz ein und gibt einen schönen, warmen Ton. In diesem Fall sehr gut passend zum braunen Leder.

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Außerdem mussten die Böden zum Kofferboden hin gewölbt aus geschnitten und fein geschliffen werden, damit sie perfekt die (leider bis zu dem Zeitpunkt) eingefallen Kofferrücken aufspannen. Um ein zusätzliches Gerüst für Stabilität zu haben, und weil es optisch gut aussieht, habe ich eine Holzleiste hinter die Regalböden hineingespannt. Das hilft das Leder zu spannen und mit dem Nieten, die ich in Kupferfarbe angesprüht habe, passt das auch ganz gut zu den Kupferrohren. Damit die Holzleiste gut sitzt, wurden in der Mitte der Regalböden passende Einkerbungen mittig gemacht.

Um die Regale zu befestigen, habe ich Winkel verwendet und diese an Holzleiste und Seitenteile des Koffers festgebohrt. Das ging ohne Probleme, da die Seiten des Koffers aus Holz (unter dem Leder) gefertigt sind, wie ein Rahmen aus Holz.

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Alle Metallstücke habe ich vorher mit Kupferfarbenen Lack eingesprüht.

Es gibt ein spezielles Werkzeug mit dem man Kupferrohre schneidet. Man verkantet das Rohr in dieser Art Zange in die Messer (wie bei einem Dosenöffner) befestigt ist. Und genauso funktioniert das Prinzip auch. Man dreht dann (bis man Blasen bekommt an den Händen 😉 ) und irgendwann hat man die Länge abgetrennt, die man haben möchte (wenn man richtig ausgemessen hat, also schön aufpassen! 🙂 ). Die Winkel befestigt man in dem man die Öffnungen an das Kupferrohr zusammenpresst. Einmal gepresst, lässt es sich schwer wieder öffnen, nur so als kleiner Tipp.

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Um die Rohre als Leiste zu befestigen, habe ich Lochband verwendet. Ich habe es zurecht gebogen und dann mit Schrauben befestigt am Koffer.

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Kleiner Tipp: Mit Essig lassen sich die Kupferrohre wieder glänzend polieren. Durch den Schweiß an den Händen und Luft, oxidiert das Kupfer und wird dunkel. Einfach einen Lappen in Essigessenz tränken, polieren und dann mit klaren Wasser abspülen und danach abtrocknen.

Mit einer Stichsäge wurden die Schlitze für die Weingläser in den Regalboden gesägt. Damit der Glasstiehl „einrastet“ kann man am Ende eine Rundung mit einer speziellen Bohraufsatz oder mit einem Bohrer mit kreisenden Bewegungen (die etwas abenteuerliche Variante) eine Rundung ausbohren. Ich hab die 2te Variante gewählt 😀 So rutschen die Gläser nicht raus. Sehr praktisch 🙂

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Auf linken Seite, bei dem untersten Regalbrett, habe ich mich dazu entschlossen, einen Ledergurt, der im Koffer mal dazu gedient hat, die Kleidung zusammen zu halten, als Ersatz für die Kupferrohre zu nehmen. Der Grund: hätte ich unten auch eine Kupferrohr-Leiste verwendet, dann hätten diese beim Schließen des Koffers gegen die Flaschen gedrückt. Außerdem finde ich, sieht das auch viel cooler und interessanter aus.  Halt Koffermäßig 😉

Die Kofferbar wurde an die Wand (auf der Seite der Weingläser) mit mehreren Dübeln gebohrt und verschraubt. Man kann die optional schließen, damit sie nicht so zustaubt. Auf der linken Seite ist ein starker Magnet an den Kofferrücken befestigt. Wenn man möchte, dann kann man das Gegenstück an die Wand montieren, damit der Kofferrücken fest an der Wand sitzt.

Ich denke es ist sinnvoll, wenn man so eine Kofferbar nachbauen möchte, dass man sie an eine Ecke im Zimmer positioniert und am Besten erhöht, zum einen weil sowas gezeigt werden sollte zum anderen weil so die Kofferbar nicht beschädigt werden kann. Wie das in diesem Fall auch gemacht wurde! Ein einfaches Regal lässt sich schnell mit Säge, Winkel und Schrauben erstellen. img_8711

Das Regal sieht man hier auf dem Bild ganz gut. Eine einfache Konstruktion, aber passt!

Schön, dass ich so ein tolles DIY bauen konnte und es auch mit euch teilen konnte! Es ist wirklich schick geworden 🙂 Hoffentlich hält sie auch lange! Jedenfalls sind die meisten DIY´s die ich mal gemacht habe, immer noch im guten Zustand und funktionieren 🙂 Qualität, Handwerk und Liebe zum Detail, zahlt sich eben aus 😉 Also Daumen drücken!

Wenn ihr noch nicht die vorherigen Teile der Kofferbar angeschaut habt, dann verlinke ich sie euch hier:

Kofferbar 1, Kofferbar 2 und Kofferbar 3

Morgen poste ich nochmal ein DIY, was schon laaaange zurück liegt. Ein paar Jahre sogar! Den Mädels unter euch, wirds wohl ehr gefallen 😉 Ist nämlich nen bissel kitschig 😀 Aber ein bisschen Ausgleich muss ja sein!

Eure Helen ❤

 

 

 

 

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