Horns…like for real!

Horns8 Kopie

Halloween ist heute!!! Letztes Jahr bin ich als Mordopfer gegangen, dass die Kehle durchgeschnitten hatte. Ich weiß…ziemlich blutig. Sah aber ziemlich gut aus! 😛
Vor ein paar Wochen bin ich auf den Trailer zu dem Film „Horns“ gestoßen. Und: Oh Mann! Das muss ich nachbasteln!

Ich war Feuer und Flamme mir solche Hörner zu basteln. Sonst werde ich mich „normal“ anziehen auf der Helloweenparty. Ich denke wenn ich ein Hornpaar auf den Kopf habe, wird das schon beeindruckend/erschreckend genug aussehen und ich will mir nicht den Effekt durch Überreizung verderben.
Mein Ziel ist es möglichst preisgünstig ein Widderhorn ähnliches Gebilde zu formen. Nicht zu groß, damit es nicht zu schwer wird und ich es leicht befestigen kann. Vorteil bei der Befestigung: Ich hab lange Haare, so kann ich eventuelle Schnüre oder Haarklammern verstecken.

Im Internet gibt es diverse Anleitungen zur Herstellung von Hörnern, für Cosplay-, Helloween- oder Karneval/Fasching-Kostüme. Jedoch hat mir keins hundertprozentig gefallen :(. Aber ein paar Tipps sind mit Sicherheit hilfreich gewesen!

know how diy Horns
Man kann es sich natürlich wesentlich einfacher, Latexhörner kaufen oder einfach nicht so viel Wert darauf legen, dass die Hörner echt aussehen sollen. Ich versuch aber immer, mit dem mir vorhandenen Laienwissen und Mitteln, das Beste aus so einem Projekt rauszuholen!
Im Folgenden schreibe ich euch Schritt für Schritt, wie ihr die Hörner nachbasteln könnt.

Ihr benötigt:
Einen Metall-Kleiderbügel (diese ganz billigen)
Zeitungspapier
Kleister
Bastelmetallband (ca. 4mm)
Fimo Air Light in der Farbe Terracotta
Ein Messer
Einen Schaschlikspieß aus Holz
3 Acryllfarben: Umbra gebrannt, Mahagonibraun, Grünbraun
Einen Permanentmarker in Schwarz oder Braun

Überlegt euch zuerst was für einen Form eure Hörner haben wollt, aber bedenkt dabei, dass sie nicht zu groß werden dürfen, weil das Gewicht sonst zu groß wird (schaut im Internet nach Bildern von z.B. Widdern um euch ein Vorbild rauszusuchen).

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Biegt ein Gerüst aus dem Metallband. Legt hierbei immer wieder die Form an die Stelle eures Kopfes an der das Horn später platziert werden soll. Der Winkel und die Biegung müssen an eure Kopfform angepasst sein. Versucht die Hörner möglichst gleich zu biegen. Es muss nicht perfekt sein (!), weil in der Natur die Hörner ja auch nicht symmetrisch sind.

Horn2 Kopie
Rührt euren Kleister an und reißt aus dem Zeitungspapier ca. 2cm breite und 5cm lange Streifen. Legt die eingekleisterten Streifen um euer Gerüst. Verstärkt besonders die Bereiche die auf euren Kopf später liegen werden, da hier die Halterung (wie eine Art Haarreif) befestigt wird. Man kann noch eine kleine Plastiktüte ins innere des Horns stopfen, damit die Hörner außen schön glatt werden. Drückt aber nicht zu doll, sonst reißt das Pappmache. Lasst jetzt eure beiden Hörner gut durch trocknen!

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Das Grundgerüst ist jetzt fertig! Jetzt biegt ihr euren Haarreif! Nehmt hierzu den Metallbügel. Ihr könnt leider nicht das Bastelmetallband nehmen, da das Metall hier zu weich ist. Ihr braucht ein hartes Metall, welches sich zwar noch biegen lässt, aber hart genug ist um das Gewicht der Hörner und den Druck, der von euren Kopf erzeugt wird, standhält.

Zieht den Bügel in die Länge. Steckt euren Kopf durch die Öffnung und drückt die offen Enden zusammen. Jetzt müsste es sich wie ein Haarreif um euren Kopf legen. Es musst sehr eng sein, aber nicht schmerzen! Schneidet jetzt die Enden ab und lasst hierbei ca. 3 cm überstehen. Ihr müsstet jetzt ein ovalen „Halbkreis“ haben.

Schneidet jetzt seitlich in eure Hörner parallel zueinander kleine Löcher hinein, damit ihr euren Haarreifen durchschieben könnt. Befestigt die Position der Hörner erneut mit Papierstreifen und Kleister und lasst die Konstruktion gut durchtrocknen.

Jetzt müsst ihr den Metallreif an den Enden so umbiegen, dass 2 Hacken entstehen, die ineinander greifen können. Deshalb sind die überstehenden 3cm so wichtig! Jetzt müsst ihr ein bisschen herum probieren, so dass die Hacken genau so ineinander greifen, dass die perfekt um euren Kopf passen und ihr euren Kopf normal bewegen könnt und die Hörner sicher in der gewünschten Position bleiben.

Anleitung1

Ich habs euch nochmal aufgemalt, falls meine Beschreibung zu umständlich  beschrieben ist! 😉
SUPER! Wenn du das geschafft hast, dann ist der erste schwierige Schritt geschafft! Jetzt kommt der kreative Teil! 🙂
Jetzt kommt das Fimo an die Reihe. Brecht euch immer wieder kleine Stücke ab (ca. 2x2cm), knetet sie in der Hand bis sie geschmeidig sind und presst sie platt. Jetzt überzieht ihr Schrittweise euer Pappmachehorn bis ihr das Horn komplett bedeckt habt. Die Übergänge könnt ihr „wegreiben“ indem ihr einen Finger mit Wasser befeuchtet und über die unebenen Stellen reibt. Und nochmal: Es muss nicht perfekt sein! Hierbei ist nur wichtig, dass ihr das Horn mit einem einigermaßen Übergangsfreien „Mantel“ überzieht.

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Macht dies bei beiden Hörnern.

Jetzt nehmt ihr das Brotbesser und zieht mit der stumpfen Rückseite Ringe in eure Hörner. Ich habe 17 „Altersringe“ gemacht, ihr könnt aber natürlich selbst entscheiden, wie viele ihr machen wollt. Drückt nicht zu feste, damit ihr nicht durch das Fimo bis auf das Pappmache drückt. Zieht einfach, fast ohne Druck, durch den Fimo drüber.
Danach nehmt ihr den Schaschlikspieß und ritzt mit der spitzen Seite feine Rillen hinein. Sie sollten alle in eine Richtung (Richtung Hornspitze) zeigen, sonst wirkt es zu unstrukturiert und nicht so, als ob es so gewachsen wäre.

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Wenn ihr damit fertig seid, dann könnt ihr jetzt ein paar „Kampfschrammen“ auf eure Hörner ritzen. Stellt euch vor das Horn wäre an einem harten Gegenstand vorbei gerutscht. Zieht mit schnellen Bewegungen quer über das Horn an verschiedenen Stellen, aber übertreibt es nicht, sonst sieht man nichts mehr von eurer vorherigen Mühe ;).

Lasst den Fimo trocknen bis er hart ist und nicht mehr nachgibt bei leichten Druck (kann bis zu 24 Stunden dauern).

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Wir sind fast fertig! Halte noch ein bisschen durch!!!

Jetzt kommt der erste Anstrich mit der Farbe „Umbra gebrannt“. Bemale die 2 Hörner komplett damit. Lass es trocknen und übermale sie erneut und lass die Farbe trocknen.
Nun setzt ihr Farblicheakzente mit der Farbe „Grünbraun“. Malt überall dort, wo ihr denkt, dass es gut aussehen würde. Achtet nur darauf, dass die Untergrundfarbe dominant bleibt!
Die Farbe „Mahagonibraun“ erzeugt auf den Hörnern Schatten und mehr Tiefe. Benutze einen feinen Pinsel um in die Tiefen der „Altersringe“ zu pinseln. Tiefe Rillen kannst du ebenfalls so betonen.
Hurra: letzter Schritt! Wenn du dunkle Haare hast, dann nehm (ich habe dunkel braune Haare) einen permanent Marker und bemale den Haarreif komplett damit, so dass er nicht so leicht unter deinen Haaren zu erkennen ist.

Puh! Was für ein Akt! Aber du hast es geschafft! Deine Hörner sind fertig!! *FREUDE*

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Ich habe mir eine „wilde Mähne“ gemacht um die Übergänge vom Kopf zu den Hörnern zu bedecken. Das geht ganz einfach indem du dir am Vorabend 4 Köpfe (nah an der Kopfhaut anliegend) flechtest und wenn die Haare offen sind, dir mit den Lockenstab ein paar einzelne große Locken machst. So entsteht ein Mix aus Waves und Curles! Ziemlich durcheinander und wild! Passend zu den Hörnern!

Vielleicht gefällt es euch ja so gut und ihr wollt es nachbasteln? Ich wäre super interessiert an euren Kreationen! (Instagram: #horns).

Happy Helloween! 🙂 Ich hoffe ihr habt einen lustig-gruseligen Abend!

Eure Helen 🙂

P.s.: Ich werde im Laufe der nächste 3 Tage nochmal ein Foto hochladen, wo ihr sehen könnt, wie die Hörner am Kopf aussehen! 🙂

4 Gedanken zu “Horns…like for real!

  1. Finde die Idee & Anleitung super!
    Haben die letzten Wochen alles mögliche abgesucht & fand deine Erklärung am besten. 🙂
    Muss es heute abend aber noch mal versuchen, da ich dachte Bastelkleber würde genau so funktionieren wie Kleister, aber es hielt so gar nicht am Metall. Hoffe es lag wirklich am Kleber & ich bekomme es mit dem Kleister auch hin! 🙂 lg.

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    • Hey Alicia!
      Toll das du meine Anleitung gefunden hast und ich dir weiter helfen konnte. Kannst mir gerne mal ein Foto schicken von deinen Hörnern, würde mich total interessieren. Ganz liebe Grüße Helen 🙂

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